Hat eine Legasthenie Auswirkungen auf das Erlernen einer Fremdsprache (wie z.B.
Englisch)?
Eine festgestellte Muttersprachenlegasthenie hat nicht zwangsläufig eine Fremdsprachenlegasthenie zur Folge.
Untersuchungen bereits aus den 1980er Jahren zeigen jedoch einen statistisch relevanten Zusammenhang zwischen den Rechtschreibleistungen in Mutter- und Fremdsprache bei diagnostizierten Legasthenikern.
Zwei Zeitpunkte erweisen sich häufig als kritisch: kurz nach Einführung der ersten Fremdsprache (meist Englisch) gegen Ende der 5.Klasse durch den "Zusammenbruch" in beiden Sprachbereichen (Mutter- und Fremdsprache) oder gegen Ende der 6./Anfang 7. Klasse durch zunehmende Aufgaben und Wortschatzgröße in der Fremdsprache.
Die Symptome lassen sich mit denen in der Muttersprache vergleichen:
häufige, hartnäckig persistierende Fehler,
hohe Verschriftungsvarianz in Wörtern,
kein stabiler Lernfortschritt durch Wiederholungsübungen.
Zusätzlich Probleme im Textverständnis durch fehlerhaftes Erlesen der Fremdsprache.
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